Salveo-Mitarbeiterinnen und Gesundheitsmentorin besuchen den Naturheilmittelhersteller Pascoe

Am 17.04.2018 besuchten wir, die Salveo-Mitarbeiterinnen Beate Eishauer und Johanna Müller gemeinsam mit der Gesundheitsmentorin Sigrid Linke den Naturheilmittelhersteller Pascoe in Gießen. Das 1895 gegründete Familienunternehmen erforscht und produziert biologische und regionale Produkte in den Bereichen Homöopathie, Vitamine, Pflanzenmedizin und Nahrungsergänzung und exportiert in über 30 Länder weltweit. Das Unternehmen zeichnet sich durch eine Unternehmenskultur aus, in der für den Mitarbeitenden ein Einklang von Leben und Arbeiten möglich ist. Im Jahr 2017 erhielt das Unternehmen im  Rahmen des bundesweiten Great Place to Work Wettbewerbs die Auszeichnungen „Bester Arbeitgeber Deutschlands“ und verfügt über zahlreiche weitere Qualifizierungen und Auszeichnungen. Insbesondere die Auszeichnung des Great Place to Work Wettbewerbs ist deshalb interessant, weil die Mitarbeitenden ihren Arbeitgeber wählen und auf diesem Wege ihre außergewöhnlich hohe Arbeitszufriedenheit zum Ausdruck bringen. Laut der Geschäftsführerin Frau Pascoe ist dies nur dann möglich, wenn „der Unternehmenssinn mit dem Lebenssinn von möglichst vielen Mitarbeitern übereinstimmt“.

Umfangreiche Gesundheitsförderung

Im Gespräch mit Frau Pascoe und Frau Wagner-Suske (Öffentlichkeitsarbeit) erfuhren wir, auf welche vielfältige Weise das Unternehmen in die Gesundheit der Mitarbeitenden investiert. Maßgeblich sind vier Faktoren: Eine transparente und partizipatorische Unternehmensführung, ein umfassendes Konzept zur Personalentwicklung, die durchdachte Gestaltung der Arbeitsplätze und eine umfassende Gesundheitsförderung durch Bewegungsangebote und individuelle Medikation.  Entsprechend des Zitates von Frau Pascoe werden die Unternehmensziele übergreifend definiert und anschließend in die einzelnen Arbeitsbereiche runtergebrochen. Frau Pascoe betont, dass es sich dabei um Bereiche und nicht um Abteilungen handelt, da es ihr ein Anliegen ist, Grenzen innerhalb des Unternehmens aufzulösen. Die Tätigkeiten bleiben auf diese Weise verstehbar und machbar sowie der Bezug der einzelnen Tätigkeit zum Gesamtprodukt erhalten. Die Rückmeldeschleifen und der direkte Kontakt der Mitarbeitenden zur Geschäftsführung geschehen in monatlichen Belegschaftsversammlungen, in welchen über aktuelle Themen und Neuerungen informiert wird. Die Verteilung der Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten erfolgt auf Grundlage einer individuellen Stärkenanalyse des einzelnen Mitarbeitenden. Mit dem Tool Insights MDI® ist eine detaillierte Erfassung der Stärken und Fähigkeiten möglich, die für den Einsatz des Mitarbeiters ausschlaggebend ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass Personal ggf. entlassen wird, sondern dass Stellen intern neu vergeben und umbesetzt werden. Die Arbeitsplätze und die neu erbaute Produktionshalle sind nach Feng Shui ausgerichtet und die Atmosphäre im gesamten Gebäude ist hell, warm und einladend. Die Gesundheitsangebote für die Mitarbeitenden sind umfassend und erstrecken sich von Yoga über Fitnesskurse bis hin zu Massagen. Besonders hervorzuheben sind die Vitamin-C-Infusionen die jedem Angestellten zur Verfügung stehen und welchen individuelle Ergänzungen beigemischt werden. Die Grippewelle des vergangenen Frühjahrs konnte auf diese Weise so stark abgefangen werden, dass sie für das Unternehmen nicht wahrnehmbar war. Finanziert wird die Gesundheitsvorsorge über einen Eigenanteil des Unternehmens und Steuervorteile bei Gesundheitsförderung.

Erste Erkenntnisse

Aus den Besuchen bei den Great Place to Work Gewinnern Pascoe und St. Gereon konnten wir bisher folgende Parallele ableiten: Beide Unternehmen stellen die Mitarbeitenden in den Mittelpunkt und setzen diese mit Hilfe eines Kompetenz-Ermittlungs-Tools entsprechend ihrer individuellen Stärken und Fähigkeiten ein. Die Gesundheitsförderung ist jedem Mitarbeitenden problemlos und unmittelbar zugänglich und orientiert sich auch hier an den individuellen Bedürfnissen. Organisatorisch zeichnen sich die Betriebe durch eine transparente Führung, die Beteiligung der Mitarbeitenden und flache Hierarchien aus. Die Sinnhaftigkeit der eigenen Tätigkeit ist für jeden Angestellten unmittelbar erfahrbar und seine Leistung, auch in Bezug auf die eigene Gesundheit, wird auf unterschiedlichen Wegen gesehen, wertgeschätzt und honoriert. Die Herangehensweisen der beiden Unternehmen Pascoe und St. Gereon sind dabei sehr unterschiedlich. Während Pascoe sehr strukturiert vorgeht, jährliche Gefährdungsbeurteilungen durchführt und in den Strukturen eines klassischen BGM arbeitet, setzte St. Gereon auf Flexibilität und individuelle Lösungen jenseits der bekannten betrieblichen Gesundheitsstrukturen.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Pascoe.

Auch die Altenhilfeeinrichtung St. Gereon haben wir besucht. Hier finden Sie unseren Erlebnisbericht.