Ein Großteil der täglichen Arbeitszeit im Büro wird heute am Computer verbracht. Die größte Belastung für den Bewegungsapparat bedeutet dabei die Unbeweglichkeit, die die Arbeit am Bildschirm mit sich bringt. Wer am Computer arbeitet, sitzt oft lange Zeit in derselben Sitzposition mit auf den Monitor fixierten Blick und bewegt höchstens noch die Finger, um Tastatur oder Maus zu bedienen. Folgende Kriterien können als Anhaltspunkte für eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung dienen: der Schreibtisch sollte mit der Blickrichtung parallel zur Fensterfront aufgestellt werden. Ist der Bildschirm mit den Fenstern im Rücken oder zur Fensterfront hin ausgerichtet, führt dies bei Sonneneinstrahlung zu lästigen Spiegelungen im Monitor. Optimal ist die Ausrichtung des Monitors mit einem Sehabstand von mindestens 50 bis 70 Zentimetern zentral im Blickfeld des Betrachters. Eine flexible Einstellung des Monitors sorgt dafür, den individuellen körperlichen Voraussetzungen der Anwender gerecht zu werden. Da die natürliche Haltung des Kopfes leicht nach vorn geneigt ist, sollte die Unterkante des Bildschirms nahezu bis auf die Tischplatte gesenkt und der obere Rand des Bildschirms bis zu 35 Grad nach hinten geneigt werden können. Die persönliche Idealeinstellung des Monitors befindet sich, bezogen auf die oberste Bildschirmzeile, unterhalb der Augenhöhe. Diese Höhe sollte nicht überschritten werden. Fällt die Blicklinie senkrecht auf die Mitte der Bildschirmfläche, befinden sich Augen und Augenachsen in einer optimalen Ruhestellung.

Die Maus sollte gerade vor der Hand liegen, sodass die Schulter bei der Bedienung gerade bleibt und nicht ausgedreht werden muss.

Der Hauptnachteil einer traditionellen Computertastatur ist offenkundig: Die Geräte zwingen dem Benutzer in der Regel eine bestimmte Haltung und vergleichsweise invariante des Hand-Arm-Schulterbereiches auf. Folgende Gesundheitsprobleme können sich durch unnötigen Druck auf Hand, Handgelenk und Unterarm manifestieren:

• Ermüdung und Konzentrationsmängel • Vorzeitige Ermüdung beim Schreiben • Reizungen und Entzündungen • Allgemeine Schmerzentwicklung • Sehenscheidentzündungen • Rhizarthrose (Sattelgelenkarthrose) • Karpaltunnelsyndrom • Schulter-Arm-Syndrom

Deshalb sollte darauf geachtet werden, dass die Tastatur ohne Abknicken der Handgelenke nach innen oder außen sowie nach oben oder unten bedient werden kann. Ggf. kann eine Stütze zur Auflage der Handballen genutzt werden.